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Warum haben wir immer zu das Gefühl, dass das, was wir shoppen nach einiger Zeit nicht mehr so viel Wert ist, als noch zum Zeitpunkt des Kaufes? Und vor dem Kauf war das Ding sowieso am meisten Wert. Doch kaum hängt es im Schrank, liegt in der Diele oder im Wäschekorb, kommt auch schon der nächste Gedanke an ein neues Teil. Und das Gefühl, dass das Neue nicht mehr ganz so viel Bedeutung hat.

Wieso ist das so?
Liegt an der enormen Kaufkraft in den Wohlstandsländern. – So ließt man in der neuesten Ausgabe des FUTURZWEI-Zukunftsalmanachs 2015/16 von Harald Welzer. Ich darf zitieren:
In dieser radikal gesteigerten allgemeinen Kaufkraft liegt begründet, weshalb die Menschen heute weitaus mehr Mittel zum Konsum von immer mehr Dingen zur Verfügung haben und weshalb sich gleichzeitig alles nur noch so wenig wertvoll anfühlt, dass es so bald als möglich durch das nächste Modell ersetzt wird.“*

Welzer bezieht sich hier auf den Konsum im Allgemeinen, aber ich denke, dass die Modeindustrie eines der spezifischen Paradebeispiele für das Beschriebene ist. Wozu soll es nötig sein, 61 H&M Kollektionen jährlich auf den Markt zu werfen? Ganz einfach,weil wir uns unwissend daran bedienen, weil es ganz selbstverständlich ist und keiner darüber nachdenken mag, welche unbequemen Konsequenzen das für alle anderen hat, außer für den berstend vollen Kasten.

-Ach ja, und zu den Konsequenzen komme ich noch. Aber das muss man sich im Detail geben! 😉

Und bevor ihr aus Langeweile, zum Zeitvertreib oder aus Eitelkeit das nächste Teil zur Kasse trägt, fragt euch, ob ihr das wirklich, wirklich….. ich meine wirklich! braucht.

Gutes Gelingen beim Zurückhängen auf die Stange!